Glossar CSR und Regeneration
154 Begriffe aus CSR, Klima, Natur, Arbeit und Berichterstattung, in wenigen Sätzen erklärt und mit einer Referenzquelle verknüpft.
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- 1,5-°C-Pfad Klima und Energie
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Emissionsverlauf, der mit einer Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C ohne oder mit nur geringer Überschreitung vereinbar ist. Laut IPCC (AR6) erfordert er, die globalen THG-Emissionen zwischen 2019 und 2030 um rund 43 % zu senken und Anfang der 2050er-Jahre Netto-Null-CO₂-Emissionen zu erreichen. Von der SBTi validierte Unternehmensziele beziehen sich darauf.
Siehe auch: SBTi (Science Based Targets initiative)
A
- Abfallhierarchie Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Rangfolge gemäß der Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG (in Frankreich Art. L541-1 des Umweltgesetzbuchs): Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung (insbesondere energetische) und Beseitigung. Höherrangige Optionen sind vorzuziehen, es sei denn, eine Lebenszyklusbetrachtung rechtfertigt für bestimmte Abfallströme eine Abweichung.
Siehe auch: Wiederverwendung
- Abfolge Vermeiden – Verringern – Kompensieren Regulierung
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Regulatorischer Ansatz, seit 1976 im französischen Recht verankert und durch das Biodiversitätsgesetz von 2016 gestärkt: Umweltbeeinträchtigungen sind zuerst zu vermeiden, nicht vermeidbare zu verringern und nur als letztes Mittel verbleibende Auswirkungen zu kompensieren. Die ökologische Kompensation unterliegt einer Erfolgspflicht und dem Ziel „kein Nettoverlust an Biodiversität“; sie ersetzt niemals Vermeidung oder Verringerung.
Siehe auch: Dingliche Umweltverpflichtung (ORE)
- ACT-Methode Methoden und Begriffe
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2015 von ADEME und CDP gestartete Initiative, ursprünglich „Assessing low-Carbon Transition“, heute „Accelerate Climate Transition“. Sie bewertet sektorspezifisch, ob die Strategie eines Unternehmens mit einem CO₂-armen Pfad vereinbar ist (ACT Evaluation), und begleitet die Erstellung eines Transitionsplans (ACT Step by Step), auch für KMU.
Siehe auch: Klimatransitionsplan
- AGEC-Gesetz (gegen Verschwendung und für die Kreislaufwirtschaft) Regulierung
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Französisches Gesetz Nr. 2020-105 vom 10. Februar 2020 zur Bekämpfung der Verschwendung und zur Kreislaufwirtschaft. Es sieht unter anderem das Ende von Einwegverpackungen aus Kunststoff bis 2040, ein Vernichtungsverbot für unverkaufte Non-Food-Waren, den Reparierbarkeitsindex, neue Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung, Fonds für Wiederverwendung und Reparatur sowie eine bessere Verbraucherinformation vor.
Siehe auch: Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
- Agrarökologie Biodiversität
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Ansatz, der ökologische Prinzipien auf die Gestaltung und Bewirtschaftung von Agrar- und Ernährungssystemen anwendet und dabei die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren, Böden und Menschen nutzt. Die FAO beschreibt sie anhand von zehn Elementen (Vielfalt, Synergien, Recycling, Resilienz, Effizienz, verantwortungsvolle Governance u. a.); sie ist zugleich Wissenschaft, Praxis und soziale Bewegung.
Siehe auch: Regenerative Landwirtschaft
- Agroforstwirtschaft Biodiversität
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Landnutzungssystem, das auf derselben Fläche Bäume oder Hecken mit Ackerkulturen oder Tierhaltung kombiniert. Die Bäume tragen zu Bodenschutz, Kohlenstoffspeicherung, Wasserregulierung, Lebensräumen für die Biodiversität und zur Diversifizierung der landwirtschaftlichen Einkommen bei.
Siehe auch: Feldhecke
- Anpassung an den Klimawandel Klima und Energie
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Prozess der Anpassung an das tatsächliche oder erwartete Klima und seine Auswirkungen, um Schäden zu mindern oder Chancen zu nutzen (IPCC-Definition). Für ein Unternehmen bedeutet sie, seine Verwundbarkeit gegenüber physischen Risiken wie Hitze, Dürre oder Hochwasser zu verringern. In Frankreich bildet der dritte nationale Anpassungsplan (PNACC-3) mit einer Referenzerwärmung von +4 °C bis 2100 den Rahmen.
Siehe auch: Physische Risiken
B
- B Corp Labels und Normen
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Private Zertifizierung der gemeinnützigen Organisation B Lab. Seit 2026 genügt keine Mindestpunktzahl von 80 mehr: Unternehmen müssen Mindestanforderungen in sieben Wirkungsbereichen erfüllen, die von Dritten geprüft werden, und die Berücksichtigung ihrer Stakeholder in der Satzung verankern.
- Base Empreinte® Berichterstattung
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Öffentliche Datenbank der ADEME mit den in Frankreich maßgeblichen Emissionsfaktoren und Inventardatensätzen, darunter jene der früheren Base Carbone®. Sie dient der CO₂-Bilanzierung von Organisationen (gesetzliche THG-Bilanz, Bilan Carbone®) und der Umweltkennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen.
Siehe auch: Emissionsfaktor
- Bäuerliches Saatgut Biodiversität
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Von Landwirten auf ihren eigenen Feldern ausgelesenes, vermehrtes und erhaltenes Saatgut, häufig aus heterogenen, sich weiterentwickelnden Populationssorten, die in der Regel nicht im amtlichen Sortenkatalog eingetragen sind. Es trägt zur Kulturpflanzenvielfalt und zur lokalen Anpassung der Kulturen bei; Tausch und Vermarktung unterliegen weiterhin dem Saatgutrecht.
Siehe auch: Agrarökologie
- Beitrag (Klima, Natur) Klima und Energie
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Finanzierung von Projekten, die Emissionen mindern oder binden oder die Natur wiederherstellen, zusätzlich zu den eigenen Minderungen und ohne den Anspruch, die eigene Wirkung aufzuheben. Diesen Ansatz vertreten die Net Zero Initiative und die Methode von Greencelium.
- Berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern Soziales und Arbeit
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Gleichbehandlung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. In Frankreich veröffentlichen Unternehmen ab 50 Beschäftigten jährlich bis zum 1. März einen Gleichstellungsindex mit bis zu 100 Punkten. Die Entgelttransparenzrichtlinie (EU) 2023/970 war bis zum 7. Juni 2026 umzusetzen; der im September 2026 vorgelegte französische Gesetzentwurf sieht vor, den Index durch neue Indikatoren zu ersetzen.
- Beschäftigungspflicht für Menschen mit Behinderung (OETH) Soziales und Arbeit
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Pflicht jedes französischen Arbeitgebers mit mindestens 20 Beschäftigten, 6 % seiner durchschnittlichen Jahresbelegschaft mit Begünstigten zu besetzen, insbesondere anerkannten Menschen mit Behinderung. Die Meldung erfolgt über die DSN. Wird die Quote verfehlt, zahlt das Unternehmen einen von der Urssaf erhobenen Beitrag an die Agefiph; bestimmte Aufträge an Behinderten- und Inklusionsbetriebe mindern ihn.
- Bilan-Carbone®-Methode Methoden und Begriffe
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Methode zur Bilanzierung und Minderung von Treibhausgasemissionen, 2004 von der ADEME entwickelt und seit 2011 von der Association pour la transition Bas Carbone (ABC) getragen. Sie erfasst alle direkten und indirekten Emissionen (Scope 1, 2 und 3) und verbindet die Bilanz mit einem Transitionsplan; sie ist mit der französischen gesetzlichen THG-Bilanz und dem GHG Protocol kompatibel.
Siehe auch: Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz)
- Biodiversität Biodiversität
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Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft und der ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören, gemäß dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (1992). Sie umfasst drei Ebenen – genetische Vielfalt innerhalb der Arten, Vielfalt zwischen den Arten und Vielfalt der Ökosysteme – sowie deren Wechselwirkungen.
Siehe auch: Biodiversitätsverlust
- Biodiversitäts-Fußabdruck Berichterstattung
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Maß für die Belastungen, die eine Organisation, ein Produkt oder ein Portfolio auf die Biodiversität ausübt (Landnutzungsänderung, Verschmutzung, Klimawandel, Übernutzung u. a.), und für deren Wirkung auf die Integrität der Ökosysteme. Der Global Biodiversity Score von CDC Biodiversité drückt ihn in MSA.km² aus (mittlere Artenhäufigkeit bezogen auf eine Fläche); die Ergebnisse bleiben auf Durchschnittsfaktoren beruhende Schätzungen.
Siehe auch: TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures)
- Biodiversitätsverlust Biodiversität
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Rückgang der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen: Aussterben von Arten, Zusammenbruch von Populationen, Verlust genetischer Vielfalt und Verschlechterung von Ökosystemen. Der IPBES (2019) schätzt, dass rund eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind, und nennt fünf direkte Treiber: Land- und Meeresnutzungsänderung, direkte Ausbeutung von Organismen, Klimawandel, Verschmutzung und invasive gebietsfremde Arten.
Siehe auch: IPBES (Weltbiodiversitätsrat)
- Bionik Methoden und Begriffe
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Gestaltungsansatz, der sich an Formen, Materialien, Prozessen und Systemen lebender Organismen orientiert, um technische oder organisatorische Probleme zu lösen. Die Norm ISO 18458:2015 legt Terminologie und Methodik fest. Die Inspiration durch die Natur garantiert für sich genommen keinen Umweltnutzen; dieser ist zu bewerten.
Siehe auch: Naturbasierte Lösungen
C
- Climate Fresk (Klima-Puzzle) Methoden und Begriffe
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Dreistündiger kollaborativer Workshop, 2018 entwickelt und von einem gemeinnützigen Verein getragen, in dem die Teilnehmenden Karten auf Grundlage der IPCC-Berichte verknüpfen, um Ursachen und Folgen des Klimawandels zu verstehen. In Unternehmen verbreitet als erster Sensibilisierungsschritt, ist er weder Bilanz noch Maßnahmenplan.
Siehe auch: IPCC (Weltklimarat)
- CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) Klima und Energie
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Gesamtheit von Verfahren, die CO₂ aus Industrie- oder Energieanlagen abscheiden, transportieren und dauerhaft in geologische Formationen einbringen. In der EU durch die Richtlinie 2009/31/EG geregelt, mindert es Emissionen fossiler Quellen, ohne CO₂ aus der Atmosphäre zu entnehmen; nur die Abscheidung biogenen oder atmosphärischen CO₂ mit anschließender Speicherung ergibt Nettoentnahmen.
Siehe auch: Kohlenstoffbindung (Sequestrierung)
- CO₂-Äquivalent (CO₂e) Klima und Energie
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Gemeinsame Einheit, die die Wirkung verschiedener Treibhausgase als jene CO₂-Menge ausdrückt, die über einen bestimmten Zeitraum denselben Strahlungsantrieb bewirkt. Die Umrechnung erfolgt über das vom IPCC veröffentlichte Treibhauspotenzial (GWP), meist über 100 Jahre. Emissionsbilanzen werden in Tonnen CO₂e (tCO₂e) angegeben.
Siehe auch: Treibhausgas (THG)
- CO₂-Budget Klima und Energie
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Maximale kumulierte CO₂-Menge, die weltweit noch ausgestoßen werden darf, um die Erwärmung mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf ein bestimmtes Niveau zu begrenzen. Dieses vom IPCC bewertete Restbudget schrumpft jedes Jahr entsprechend den Emissionen. In Frankreich bezeichnet der Begriff auch die periodischen Emissionsobergrenzen der nationalen Low-Carbon-Strategie (SNBC).
Siehe auch: 1,5-°C-Pfad
- CO₂-Fußabdruck Klima und Energie
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Gesamtheit der Treibhausgasemissionen eines Produkts, einer Organisation oder einer Bevölkerung, einschließlich indirekter vor- und nachgelagerter Emissionen. Auf nationaler Ebene umfasst er – anders als das territoriale Inventar – importierte Emissionen; für ein Unternehmen entspricht er Scope 1, 2 und 3. Er wird in Tonnen CO₂e angegeben.
Siehe auch: Scope 1, 2 und 3
- CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM) Regulierung
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EU-Instrument (Verordnung (EU) 2023/956), das Einfuhren von Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemitteln, Strom und Wasserstoff mit einem dem EU-EHS entsprechenden CO₂-Preis belegt, um Carbon Leakage zu begrenzen. Nach einer Übergangsphase mit reiner Berichtspflicht (2023–2025) gilt seit 1. Januar 2026 die endgültige Regelung, mit einer Ausnahme für Einführer unter 50 Tonnen pro Jahr.
Siehe auch: EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS)
- CO₂-Gutschrift (Carbon Credit) Nachhaltige Finanzen
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Zertifizierte Einheit für eine Tonne CO₂e, die durch ein Projekt gemindert, vermieden oder entnommen und nach einem Standard verifiziert wurde (Label Bas-Carbone, Gold Standard, Verra, EU-Rahmen CRCF usw.). Ihre Qualität hängt u. a. von Zusätzlichkeit, Dauerhaftigkeit und dem Ausschluss von Doppelzählung ab. Für Greencelium ist der Kauf ein Beitrag zum Klimaschutz und hebt die Emissionen des Käufers nicht auf.
Siehe auch: Beitrag (Klima, Natur)
- CO₂-Kompensation Klima und Energie
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Finanzierung von Emissionsminderungen oder CO₂-Entnahmen außerhalb der Organisation, die als „Ausgleich“ der eigenen Emissionen dargestellt wird, was sie nicht leistet. Seit dem 27. September 2026 sind in der EU auf Kompensation gestützte Aussagen über die Neutralität oder geringere Umweltwirkung eines Produkts verboten. Greencelium spricht von Beitrag.
Siehe auch: Beitrag (Klima, Natur)
- CSDDD (Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit) Regulierung
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Richtlinie (EU) 2024/1760, die sehr große Unternehmen verpflichtet, negative Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt in ihrer Geschäftstätigkeit und Aktivitätskette zu ermitteln, zu verhindern, abzustellen und wiedergutzumachen. Nach Änderung durch die Omnibus-I-Richtlinie (EU) 2026/470 gilt sie für Unternehmen mit über 5.000 Beschäftigten und 1,5 Mrd. € Umsatz; Umsetzung bis Juli 2028, Anwendung ab Juli 2029.
Siehe auch: Sorgfaltspflicht (französisches Gesetz von 2017)
- CSR (gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen) Unternehmensführung
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Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Tätigkeiten auf Gesellschaft und Umwelt, die sich in ethischem und transparentem Verhalten ausdrückt (Definition der ISO 26000).
- CSRD (Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung) Regulierung
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Richtlinie (EU) 2022/2464 zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Die „Omnibus“-Richtlinie (EU) 2026/470 hat sie auf Unternehmen mit mehr als 1 000 Beschäftigten und 450 Mio. € Umsatz beschränkt: Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen fallen nicht darunter, ihre Großkunden und Banken können aber weiterhin Daten von ihnen verlangen.
D
- Dauerhaftigkeit (der CO₂-Speicherung) Klima und Energie
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Zeitraum, in dem der Atmosphäre entzogener Kohlenstoff tatsächlich gespeichert bleibt, sowie das Risiko seiner Freisetzung (Brand, Waldsterben, geologisches Leck). Die Verordnung (EU) 2024/3012 (CRCF) unterscheidet dauerhafte Entnahmen (über mehrere Jahrhunderte) von vorübergehenden Entnahmen durch kohlenstoffbindende Landwirtschaft oder Produkte und verlangt Haftungsmechanismen bei Umkehrung.
Siehe auch: Kohlenstoffbindung (Sequestrierung)
- Dekarbonisierung Klima und Energie
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Verringerung der Treibhausgasemissionen einer Tätigkeit, Organisation oder Volkswirtschaft, vor allem durch Suffizienz, Energieeffizienz, Elektrifizierung und Ersatz fossiler Energieträger. Sie wird an tatsächlich gesenkten Emissionen gemessen, unabhängig vom Kauf von Gutschriften. In Frankreich gibt die nationale Low-Carbon-Strategie (SNBC) den Rahmen vor.
Siehe auch: Klimatransitionsplan
- Diag Décarbon’Action Methoden und Begriffe
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Begleitprogramm der Bpifrance in Partnerschaft mit der ADEME für Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten, die nicht der gesetzlichen THG-Bilanzpflicht unterliegen. Ein Experte erstellt über mehrere Monate eine Emissionsbilanz (Scope 1, 2 und 3 nach der Bilan-Carbone®-Methode) und einen priorisierten Minderungsplan; die Leistung wird teilweise bezuschusst.
Siehe auch: Bilan-Carbone®-Methode
- Dingliche Umweltverpflichtung (ORE) Regulierung
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Durch das französische Biodiversitätsgesetz von 2016 geschaffener Vertrag (Art. L132-3 Umweltgesetzbuch), mit dem ein Eigentümer sein Grundstück mit Pflichten zur Erhaltung, Bewirtschaftung oder Wiederherstellung von Biodiversität oder ökologischen Funktionen belegt. Mit einer Gebietskörperschaft, einer öffentlichen Einrichtung oder einer im Umweltschutz tätigen juristischen Person geschlossen, gilt sie bis zu 99 Jahre und geht beim Verkauf auf den Erwerber über.
Siehe auch: Abfolge Vermeiden – Verringern – Kompensieren
- Donut-Ökonomie Methoden und Begriffe
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Von der Ökonomin Kate Raworth vorgeschlagenes Modell: Menschliches Wirtschaften soll zwischen einem sozialen Fundament (Grundbedürfnisse) und einer ökologischen Decke (planetare Grenzen) bleiben. Der Kompass von Greencelium ist davon inspiriert.
- Doppelte Wesentlichkeit Berichterstattung
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Analyse, die zwei Perspektiven verbindet: die Auswirkungen des Unternehmens auf Mensch und Umwelt (Wesentlichkeit der Auswirkungen) und die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen (finanzielle Wesentlichkeit). Sie steht im Mittelpunkt der CSRD.
E
- EcoVadis Labels und Normen
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Privates französisches Unternehmen, 2007 gegründet, das die CSR-Leistung von Unternehmen bewertet, häufig auf Anfrage ihrer Kunden, in vier Themen: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Die Bewertung auf 100 Punkte stützt sich auf Nachweisdokumente und kann je nach Perzentilrang zu einer Medaille führen. Es handelt sich um ein kommerzielles Rating, keine staatliche Zertifizierung.
- EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) Berichterstattung
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Europäischer Verband, der die Europäische Kommission in Fragen der Finanzberichterstattung berät und seit der CSRD die Entwürfe der Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) sowie den freiwilligen Standard für KMU (VSME) erarbeitet. Im Dezember 2025 legte er seine fachliche Empfehlung zu vereinfachten ESRS vor.
Siehe auch: ESRS (Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung)
- EMAS (Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung) Labels und Normen
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Freiwilliges europäisches Umweltmanagementsystem nach Verordnung (EG) Nr. 1221/2009. Es umfasst die Anforderungen der ISO 14001 und ergänzt sie um eine öffentliche, von einem zugelassenen Umweltgutachter validierte Umwelterklärung sowie die Registrierung bei einer zuständigen Stelle. Es bescheinigt ein Managementsystem, nicht die Umweltleistung eines Produkts.
Siehe auch: ISO 14001 (Umweltmanagement)
- Emissionsfaktor Berichterstattung
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Koeffizient, der Aktivitätsdaten (verbrauchte kWh, gefahrene Kilometer, ausgegebene Euro, eingekaufte Tonnen) in Treibhausgasemissionen in CO₂e umrechnet. In Frankreich veröffentlicht die ADEME die Referenzfaktoren in der Base Empreinte®; ihre Auswahl und Unsicherheit bestimmen die Verlässlichkeit einer Bilanz.
Siehe auch: Base Empreinte®
- Energieaudit Regulierung
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Systematische Analyse des Energieverbrauchs eines Standorts oder einer Organisation nach der Norm EN 16247, die in einen bezifferten Maßnahmenplan mündet. Seit dem französischen DDADUE-Gesetz vom 30. April 2025 zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/1791 hängt die Pflicht vom Verbrauch ab: Audit alle vier Jahre ab 2,75 GWh/Jahr, Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ab 23,6 GWh/Jahr.
Siehe auch: Energieeffizienz
- Energieeffizienz Klima und Energie
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Verhältnis zwischen erbrachter Leistung (Produktion, Komfort, Mobilität) und dafür eingesetzter Energie; sie zu verbessern heißt, dieselbe Leistung mit weniger Energie zu erbringen. Die Richtlinie (EU) 2023/1791 verankert den Grundsatz „Energieeffizienz an erster Stelle“ und ein EU-Verbrauchsminderungsziel bis 2030. Sie ergänzt die Suffizienz, ersetzt sie aber nicht.
Siehe auch: Energiesuffizienz
- Energiemix Klima und Energie
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Aufteilung der Primärenergiequellen (Öl, Gas, Kohle, Kernenergie, erneuerbare Energien) an der Energieversorgung oder dem Verbrauch eines Gebiets. Er ist nicht mit dem Strommix zu verwechseln, der nur die Stromerzeugung betrifft. In Frankreich wird er vom statistischen Dienst des Ministeriums erfasst und durch die mehrjährige Energieplanung (PPE) gesteuert.
Siehe auch: Erneuerbare Energie
- Energiesparzertifikate (CEE) Regulierung
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Französisches System aus dem Jahr 2005, das Energieversorger („Verpflichtete“) verpflichtet, Energieeinsparungen zu finanzieren, andernfalls drohen Strafzahlungen. Ein CEE entspricht einer kWh cumac eingesparter Endenergie (über die Lebensdauer kumuliert und abgezinst). Unternehmen erhalten so Prämien für Effizienzmaßnahmen. Die sechste Periode umfasst 2026–2030.
Siehe auch: Energieeffizienz
- Energiesuffizienz Klima und Energie
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Senkung des Energiebedarfs durch Hinterfragen von Bedürfnissen und Nutzungen (Dimensionierung, Organisation, Verhalten) noch vor jeder technischen Verbesserung. Der IPCC erkennt Suffizienz als Minderungshebel an; in Frankreich zielte der 2022 gestartete Suffizienzplan auf 10 % weniger Energieverbrauch in zwei Jahren. Sie geht der Effizienz voraus und ergänzt sie.
Siehe auch: Energieeffizienz
- Erneuerbare Energie Klima und Energie
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Energie aus nichtfossilen, sich natürlich erneuernden Quellen: Sonne, Wind, Wasserkraft, Geothermie, Umgebungsenergie, Meeresenergie, Biomasse und Biogas. Den EU-Rahmen bildet die Richtlinie (EU) 2018/2001, geändert durch die Richtlinie (EU) 2023/2413 (RED III), mit dem Ziel von mindestens 42,5 % erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch der EU bis 2030.
Siehe auch: Energiemix
- Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) Regulierung
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Aus dem Verursacherprinzip abgeleiteter Grundsatz, nach dem die Inverkehrbringer bestimmter Produkte (Verpackungen, Elektrogeräte, Textilien, Möbel, Baustoffe u. a.) die Entsorgung am Ende des Lebenszyklus, insbesondere finanziell, übernehmen müssen. Meist geschieht dies durch Beitritt zu einer Organisation für Herstellerverantwortung und Zahlung eines Öko-Beitrags, der nach Ökodesign-Kriterien gestaffelt sein kann.
Siehe auch: AGEC-Gesetz (gegen Verschwendung und für die Kreislaufwirtschaft)
- ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) Nachhaltige Finanzen
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Drei Gruppen nichtfinanzieller Kriterien – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung –, die vor allem Investoren und Ratingagenturen nutzen, um die Praktiken eines Unternehmens und die damit verbundenen Risiken und Chancen zu analysieren. Mangels einheitlicher Methodik weichen ESG-Ratings oft voneinander ab; die Verordnung (EU) 2024/3005 regelt ihre Anbieter seit Juli 2026.
Siehe auch: ISR-Label (französisches Label für sozial verantwortliches Investieren)
- ESRS (Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung) Berichterstattung
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Von der CSRD vorgesehene und von der EFRAG erarbeitete Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der erste Satz (Delegierte Verordnung (EU) 2023/2772) umfasst zwölf übergreifende, Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards. Eine vereinfachte Fassung, im Juli 2026 von der Kommission angenommen und der Prüfung durch Parlament und Rat unterworfen, soll für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 gelten.
Siehe auch: CSRD (Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung)
- ESUS-Anerkennung (solidarisches Unternehmen von sozialem Nutzen) Soziales und Arbeit
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Vom französischen Staat (DREETS) erteilte Anerkennung für Unternehmen der Sozial- und Solidarwirtschaft, deren Hauptziel der soziale Nutzen ist und deren Abschlüsse davon maßgeblich geprägt sind, die Gehaltsunterschiede begrenzen und deren Anteile nicht börsennotiert sind. Für fünf Jahre erteilt (zwei Jahre bei Unternehmen unter drei Jahren), eröffnet sie Zugang zu solidarischen Mitarbeitersparplänen und bestimmten Steuervorteilen.
Siehe auch: Sozial- und Solidarwirtschaft
- EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) Regulierung
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Europäischer CO₂-Markt auf Grundlage der Richtlinie 2003/87/EG, seit 2005 nach dem Prinzip „Cap and Trade“: Jedes Zertifikat berechtigt zur Emission einer Tonne CO₂e, die Obergrenze sinkt jährlich. Erfasst sind Strom- und Wärmeerzeugung, Schwerindustrie, Luftverkehr und Seeverkehr. Ein zweites System (EHS 2) für Gebäude und Straßenverkehr wurde auf 2028 verschoben.
Siehe auch: CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM)
- EU-Taxonomie Nachhaltige Finanzen
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Klassifikation ökologisch nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten, festgelegt durch die Verordnung (EU) 2020/852. Seit 2026 erleichtert ein delegierter Rechtsakt ihre Anwendung (Wesentlichkeitsschwelle von 10 %, verkürzte Meldebögen); offenlegen müssen nur noch CSRD-pflichtige Unternehmen und Finanzmarktakteure.
- EU-Umweltzeichen (EU Ecolabel) Labels und Normen
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Offizielles Umweltzeichen der Europäischen Union, 1992 eingeführt und durch die Verordnung (EG) Nr. 66/2010 geregelt. Es ist freiwillig, wird von einer unabhängigen zuständigen Stelle vergeben (in Frankreich AFNOR Certification) und kennzeichnet Produkte und Dienstleistungen, die für ihre Produktgruppe festgelegte Umweltkriterien über den gesamten Lebenszyklus erfüllen.
Siehe auch: Nachhaltige Beschaffung
F
- Feldhecke Biodiversität
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Reihe aus Bäumen, Sträuchern und Krautvegetation, oft auf einem Wall oder entlang eines Grabens, die die Heckenlandschaft (Bocage) prägt. Sie beherbergt eine reiche Biodiversität, begrenzt Erosion und Oberflächenabfluss, speichert Kohlenstoff und schützt Kulturen und Vieh. Der französische Hecken-Pakt (2023) strebt bis 2030 einen Nettozuwachs von 50 000 km Hecken an.
Siehe auch: Agroforstwirtschaft
- Finanzielle Wesentlichkeit Berichterstattung
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Perspektive, nach der ein Nachhaltigkeitsaspekt wesentlich ist, wenn er erhebliche finanzielle Effekte auf das Unternehmen auslöst oder vernünftigerweise auslösen kann: Finanzlage, Ertragslage, Cashflows, Zugang zu Finanzierung oder Kapitalkosten, kurz-, mittel- oder langfristig. Zusammen mit der Wirkungswesentlichkeit bildet sie die doppelte Wesentlichkeit der ESRS; das ISSB beschränkt sich auf diese Perspektive.
Siehe auch: Doppelte Wesentlichkeit
- Flächensparen Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Planungsgrundsatz, der die Inanspruchnahme natürlicher, landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Flächen begrenzt, indem Stadterneuerung, Nachverdichtung, die Wiedernutzung von Brachflächen und Leerständen sowie die gemeinsame Flächennutzung Vorrang erhalten. Als operativer Hebel des französischen Netto-Null-Flächenverbrauchsziels betrifft er auch Unternehmen (Standorte, Erweiterungen, Parkplätze).
Siehe auch: Netto-Null-Flächenverbrauch (ZAN)
- Französisches Tertiärdekret (Éco Énergie Tertiaire) Regulierung
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Pflicht aus dem französischen Dekret Nr. 2019-771: Gebäude des Dienstleistungssektors ab 1 000 m² müssen ihren Endenergieverbrauch gegenüber einem Referenzjahr bis 2030 um 40 %, bis 2040 um 50 % und bis 2050 um 60 % senken (oder einen absoluten Grenzwert erreichen). Eigentümer und Nutzer melden ihren Verbrauch jährlich auf der ADEME-Plattform OPERAT.
Siehe auch: Energieeffizienz
- Funktionsökonomie Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Geschäftsmodell, bei dem statt eines Produkts dessen Nutzung oder Leistung verkauft wird (Miete, Abonnement, nutzungsabhängige Bezahlung), während der Anbieter Eigentümer bleibt. Es schafft Anreize für langlebige, reparierbare und gut gewartete Produkte; die französische Umweltagentur ADEME spricht von Funktions- und Kooperationsökonomie, wenn mehrere Akteure eines Gebiets beteiligt sind.
Siehe auch: Kreislaufwirtschaft
G
- Geplante Obsoleszenz Regulierung
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Einsatz von Techniken, einschließlich Software, mit denen der für das Inverkehrbringen eines Produkts Verantwortliche dessen Lebensdauer bewusst verkürzen will. In Frankreich ist sie seit 2015 eine Straftat (Art. L441-2 Verbrauchergesetzbuch), die mit zwei Jahren Freiheitsstrafe und 300 000 € Geldstrafe geahndet wird; der Betrag kann auf 5 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes angehoben werden.
Siehe auch: Reparierbarkeitsindex (und Haltbarkeitsindex)
- GHG Protocol Berichterstattung
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Gesamtheit internationaler Standards zur Treibhausgasbilanzierung, seit 1998 vom World Resources Institute (WRI) und dem WBCSD entwickelt. Der Corporate Standard führte die Unterscheidung zwischen Scope 1, 2 und 3 ein, ergänzt durch eigene Standards für Scope 2 und Scope 3. Er ist Referenz für ESRS, ISSB und SBTi; mehrere Überarbeitungen laufen.
Siehe auch: Scope 1, 2 und 3
- Globaler Pakt der Vereinten Nationen (UN Global Compact) Unternehmensführung
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Freiwillige Initiative der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, die Unternehmen auffordert, Strategie und Geschäftstätigkeit an zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Teilnehmende veröffentlichen jährlich einen Fortschrittsbericht (Communication on Progress); die Teilnahme ist weder Label noch Zertifizierung.
Siehe auch: Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
- Greenwashing Regulierung
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Kommunikation, die ein irreführendes Umweltbild einer Organisation oder eines Produkts vermittelt. Die französische Umweltagentur ADEME veröffentlicht einen Leitfaden gegen Greenwashing; Greencelium warnt, wenn ein Fahrplan eine riskante Formulierung enthält.
- GRI (Global Reporting Initiative) Berichterstattung
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Unabhängige internationale Organisation, 1997 gegründet, die die GRI Standards herausgibt, einen weltweit verbreiteten Rahmen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Gegliedert in universelle, sektorspezifische und themenspezifische Standards, behandeln sie die Auswirkungen einer Organisation auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen (Wirkungswesentlichkeit) und sind mit den ESRS interoperabel.
Siehe auch: Doppelte Wesentlichkeit
H
- Hinweisgeber (Whistleblower) Unternehmensführung
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Natürliche Person, die ohne direkte finanzielle Gegenleistung und in gutem Glauben Informationen über ein Verbrechen, ein Vergehen, einen Rechtsverstoß oder eine Gefahr bzw. einen Schaden für das Gemeinwohl meldet oder offenlegt. Das französische Gesetz vom 21. März 2022 zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1937 stärkt ihren Schutz und schreibt Einrichtungen ab 50 Beschäftigten ein internes Meldeverfahren vor.
Siehe auch: Korruptionsbekämpfung (Sapin-II-Gesetz)
I
- Industrielle und territoriale Ökologie Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
-
Kollektiver Ansatz, bei dem Unternehmen eines Gebiets ihre Ressourcennutzung optimieren, indem sie Stoff-, Energie- oder Wasserströme austauschen (Substitutionssynergien: Abfälle oder Nebenprodukte des einen werden Rohstoffe des anderen) oder Anlagen, Dienstleistungen und Einkauf bündeln (Bündelungssynergien). Man spricht auch von industrieller Symbiose.
Siehe auch: Kreislaufwirtschaft
- Interner CO₂-Preis Nachhaltige Finanzen
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Geldwert, den ein Unternehmen jeder ausgestoßenen Tonne CO₂e zuweist, um die Kosten von CO₂ in seine Entscheidungen einzubeziehen. Er kann fiktiv sein (Schattenpreis für Investitionsentscheidungen) oder als tatsächliche interne Abgabe erhoben werden, deren Erlös Minderungs- oder Beitragsmaßnahmen finanziert.
Siehe auch: Beitrag (Klima, Natur)
- Invasive gebietsfremde Arten Biodiversität
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Vom Menschen absichtlich oder unabsichtlich außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets eingebrachte Arten, deren Ansiedlung und Ausbreitung Ökosysteme, Lebensräume oder heimische Arten gefährden, mit wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen. Die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 legt eine Liste unionsweit bedeutsamer Arten fest, für die Handels-, Haltungs- und Freisetzungsverbote gelten.
Siehe auch: Biodiversitätsverlust
- IPBES (Weltbiodiversitätsrat) Biodiversität
-
Zwischenstaatliches Gremium, 2012 gegründet und oft als „Weltbiodiversitätsrat“ bezeichnet, das den Wissensstand über Biodiversität und die Beiträge der Natur für den Menschen bewertet, um politische Entscheidungen zu unterstützen. Sein Globales Assessment von 2019 und seine Themenberichte (Bestäuber, nachhaltige Nutzung wildlebender Arten, invasive gebietsfremde Arten, Nexus u. a.) gelten als Referenz.
Siehe auch: Biodiversitätsverlust
- IPCC (Weltklimarat) Klima und Energie
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Zwischenstaatliches Gremium, 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie und dem UN-Umweltprogramm gegründet. Es bewertet den wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Klimawandel, zu seinen Folgen sowie zu Anpassungs- und Minderungsoptionen, ohne selbst zu forschen. Der sechste Sachstandsbericht wurde 2023 abgeschlossen; der siebte Zyklus läuft.
Siehe auch: CO₂-Budget
- IRO (Auswirkungen, Risiken und Chancen) Berichterstattung
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In den ESRS bezeichnen Auswirkungen die tatsächlichen oder potenziellen, positiven oder negativen Effekte eines Unternehmens auf Menschen und Umwelt; Risiken und Chancen die finanziellen Effekte von Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ermittelt die wesentlichen IRO, die die offenzulegenden Informationen bestimmen.
Siehe auch: Doppelte Wesentlichkeit
- ISO 14001 (Umweltmanagement) Labels und Normen
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Internationale Norm mit Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem: Kontext, bedeutende Umweltaspekte, bindende Verpflichtungen, Ziele und fortlaufende Verbesserung. Die im April 2026 veröffentlichte Ausgabe ISO 14001:2026 eröffnet eine dreijährige Übergangsfrist. Die von einer Drittstelle erteilte Zertifizierung bescheinigt ein Managementsystem, kein Leistungsniveau.
Siehe auch: EMAS (Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung)
- ISO 26000 Unternehmensführung
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Internationale Leitfadennorm zur gesellschaftlichen Verantwortung, gegliedert in sieben Kernthemen: Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umwelt, faire Betriebs- und Geschäftspraktiken, Konsumentenanliegen, Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft. Sie ist nicht zertifizierbar.
- ISO 45001 (Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) Labels und Normen
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Internationale Norm aus dem Jahr 2018 mit Anforderungen an ein Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit; sie hat OHSAS 18001 abgelöst. Ziel ist die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durch Gefährdungsermittlung, Konsultation und Beteiligung der Beschäftigten sowie fortlaufende Verbesserung. Die Zertifizierung erfolgt durch Drittstellen.
Siehe auch: Lebensqualität und Arbeitsbedingungen (QVCT)
- ISO 50001 (Energiemanagement) Labels und Normen
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Internationale Norm (Ausgabe 2018) mit Anforderungen an ein Energiemanagementsystem: energetische Bewertung, Leistungskennzahlen, energetische Ausgangsbasis, Aktionspläne und fortlaufende Verbesserung. Die Energieeffizienzrichtlinie (EU) 2023/1791 schreibt ein solches System für die größten Energieverbraucher vor und erkennt es für andere Unternehmen als Alternative zum Energieaudit an.
- ISR-Label (französisches Label für sozial verantwortliches Investieren) Nachhaltige Finanzen
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Staatliches Label, 2016 vom französischen Wirtschaftsministerium für Fonds mit ESG-Kriterien geschaffen. Sein überarbeitetes Regelwerk, seit dem 1. März 2024 anwendbar, schließt insbesondere Unternehmen aus, die im Kohle- oder unkonventionellen Kohlenwasserstoffsektor tätig sind oder neue Öl- oder Gasprojekte starten. Von akkreditierten Zertifizierungsstellen vergeben, garantiert es weder finanzielle Rendite noch Wirkung.
Siehe auch: ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung)
- ISSB (International Sustainability Standards Board) Berichterstattung
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Im Jahr 2021 innerhalb der IFRS Foundation gegründetes Standardsetzungsgremium. Seine im Juni 2023 veröffentlichten Standards IFRS S1 (allgemeine Anforderungen) und IFRS S2 (Klima) zielen auf für Investoren nützliche Nachhaltigkeitsinformationen nach dem Ansatz der finanziellen Wesentlichkeit. Ihre Verbindlichkeit hängt von der Übernahme durch die jeweilige Rechtsordnung ab.
Siehe auch: Finanzielle Wesentlichkeit
K
- Klimaneutralität (CO₂-Neutralität) Klima und Energie
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Gleichgewicht zwischen Treibhausgasemissionen und -entnahmen, das nur auf globaler oder territorialer Ebene sinnvoll ist (französisches Ziel für 2050). ADEME und Net Zero Initiative halten fest, dass sich eine Organisation nicht als „neutral“ bezeichnen kann; seit dem 27. September 2026 verbietet die Richtlinie (EU) 2024/825 auf Kompensation gestützte Neutralitätsaussagen über Produkte. Greencelium spricht von einem Beitrag zur kollektiven Neutralität.
Siehe auch: Richtlinie (EU) 2024/825
- Klimatransitionsplan Berichterstattung
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Strategisches Dokument, das beschreibt, wie ein Unternehmen sein Geschäftsmodell auf einen 1,5-°C-kompatiblen Pfad ausrichten will: Minderungsziele, Hebel, Investitionen, Governance und Meilensteine. CSRD (ESRS E1) und ISSB (IFRS S2) verlangen seine Offenlegung, sofern er besteht; die Omnibus-I-Richtlinie von 2026 hat die in der CSDDD vorgesehene Pflicht zur Annahme gestrichen.
Siehe auch: 1,5-°C-Pfad
- Kohlenstoffbindung (Sequestrierung) Klima und Energie
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Prozess, bei dem CO₂ der Atmosphäre entzogen und in einem Speicher gebunden wird: Biomasse und Böden (Photosynthese, Agroforst, Grünland), langlebige biobasierte Produkte oder geologische Formationen. Ihr Klimawert hängt von Dauerhaftigkeit und Zusätzlichkeit ab; den EU-Zertifizierungsrahmen für Entnahmen bildet die Verordnung (EU) 2024/3012 (CRCF).
Siehe auch: Kohlenstoffsenke
- Kohlenstoffsenke Klima und Energie
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Natürlicher oder künstlicher Speicher, der mehr CO₂ aufnimmt als abgibt: Wälder, Böden, Grünland, Feuchtgebiete, Ozeane oder geologische Speicher. In Frankreich hat sich die Waldsenke seit den 2010er-Jahren durch Dürren, Schädlingsbefall und Brände stark abgeschwächt, was das nationale Neutralitätsziel gefährdet.
Siehe auch: Naturbasierte Lösungen
- Kompetenzspende (Mäzenatentum durch Freistellung von Beschäftigten) Soziales und Arbeit
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Unentgeltliche Bereitstellung von Beschäftigten während der Arbeitszeit für eine gemeinnützige Organisation. Zum Selbstkostenpreis bewertet (Gehalt und Sozialabgaben, höchstens das Dreifache der französischen Beitragsbemessungsgrenze je Beschäftigten), berechtigt sie in Frankreich zur Steuerermäßigung nach Artikel 238 bis CGI: 60 %, begrenzt auf 20.000 € oder 0,5 % des Nettoumsatzes.
Siehe auch: Unternehmensmäzenatentum (Frankreich)
- Korruptionsbekämpfung (Sapin-II-Gesetz) Unternehmensführung
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Das französische Sapin-II-Gesetz vom 9. Dezember 2016 verpflichtet Gesellschaften mit mindestens 500 Beschäftigten und über 100 Mio. € Umsatz, oder Teil einer solchen Gruppe, zu einem Antikorruptionsprogramm mit acht Maßnahmen: Verhaltenskodex, internes Hinweisgebersystem, Risikokartierung, Prüfung von Dritten, Buchhaltungskontrollen, Schulung, Disziplinarregelung und interne Kontrolle. Die französische Antikorruptionsbehörde (AFA) überwacht die Umsetzung.
Siehe auch: Hinweisgeber (Whistleblower)
- Kreislaufwirtschaft Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Wirtschaftsmodell, das Produkte und Materialien so lange wie möglich im Umlauf hält (Suffizienz, Wiederverwendung, Reparatur, Recycling), statt sie nach Gebrauch wegzuwerfen.
- Kurze Lieferkette Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Vermarktungsform landwirtschaftlicher Erzeugnisse als Direktverkauf vom Erzeuger an den Verbraucher oder als indirekter Verkauf mit höchstens einem Zwischenhändler (in Frankreich seit 2009 geltende Definition). Sie begrenzt die Zahl der Zwischenstufen, bedeutet aber nicht automatisch räumliche Nähe oder einen geringeren ökologischen Fußabdruck.
Siehe auch: Nachhaltige Beschaffung
L
- Label Bas-Carbone Labels und Normen
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Freiwilliger staatlicher Zertifizierungsrahmen Frankreichs für Projekte zur Emissionsminderung oder Kohlenstoffbindung im Land (Wald, Landwirtschaft, Hecken, Moore …). Er ermöglicht die Finanzierung zertifizierter lokaler Projekte, deren Minderungen nachträglich überprüft werden.
- Label Engagé RSE (AFNOR) Labels und Normen
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Von AFNOR Certification vergebenes Label nach einer auf ISO 26000 gestützten Bewertung des CSR-Ansatzes einer Organisation. Es weist einen Reifegrad bis zur Stufe „vorbildlich“ zu, gültig für drei Jahre mit einer Folgebewertung zur Halbzeit. Es würdigt einen Ansatz zu einem bestimmten Zeitpunkt, ohne künftige Ergebnisse zu garantieren.
Siehe auch: ISO 26000
- Label Lucie 26000 Labels und Normen
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Französisches CSR-Label, 2007 geschaffen und von der Agence Lucie getragen, an der ISO 26000 ausgerichtet. Nach einer Bewertung durch eine Drittstelle entscheidet ein Komitee unabhängiger Fachleute über die Vergabe. Es würdigt einen strukturierten CSR-Ansatz und Verbesserungszusagen, ohne eine Leistungsgarantie darzustellen.
Siehe auch: ISO 26000
- Lebendiger Boden Biodiversität
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Boden, verstanden als Ökosystem, das einen großen Teil der terrestrischen Biodiversität beherbergt (Bakterien, Pilze, Regenwürmer u. a.) und dessen Aktivität Fruchtbarkeit, Struktur, Versickerung und Speicherung von Wasser, Nährstoffkreislauf und Kohlenstoffbindung gewährleistet. Die Richtlinie (EU) 2025/2360 zur Bodenüberwachung und -resilienz strebt bis 2050 gesunde Böden in der Union an.
Siehe auch: Regenerative Landwirtschaft
- Lebensqualität und Arbeitsbedingungen (QVCT) Soziales und Arbeit
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Ansatz, der bessere Arbeitsbedingungen, Gesundheit der Beschäftigten und Unternehmensleistung miteinander verbindet, indem er auf Arbeitsinhalt und -organisation, Führung, sozialen Dialog und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben einwirkt. Aus der französischen branchenübergreifenden Vereinbarung vom 9. Dezember 2020 hervorgegangen, ersetzte der Begriff mit dem Gesetz vom 2. August 2021 die QVT in den Pflichtverhandlungen.
Siehe auch: Sozialer Dialog
- Low-Tech Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Ansatz zur Gestaltung nützlicher, zugänglicher und langlebiger Güter, Dienstleistungen und Organisationsformen mit möglichst einfachen, ressourcenschonenden und reparierbaren Techniken. Für die französische Umweltagentur ADEME hinterfragt er die Bedürfnisse ebenso wie die Technik und steht Innovation nicht grundsätzlich entgegen.
Siehe auch: Suffizienz
M
- Menschenrechte (UN-Leitprinzipien) Soziales und Arbeit
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Die 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte beruhen auf drei Säulen: staatliche Schutzpflicht, unternehmerische Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte und Zugang zu Abhilfe. Unternehmen sollen eine Grundsatzerklärung abgeben, menschenrechtliche Sorgfalt ausüben und nachteilige Auswirkungen beheben, die sie verursachen oder zu denen sie beitragen.
Siehe auch: Sorgfaltsprüfung (Due Diligence)
- Minderung des Klimawandels (Klimaschutz) Klima und Energie
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Menschlicher Eingriff zur Verringerung von Treibhausgasemissionen oder zur Stärkung der Senken, die sie aufnehmen (IPCC-Definition). Für ein Unternehmen umfasst sie die Emissionsminderung in allen drei Scopes und ergänzend die Unterstützung von Entnahmeprojekten. Sie unterscheidet sich von der Anpassung, die mit den Folgen des Klimawandels umgeht.
Siehe auch: Anpassung an den Klimawandel
N
- Nachhaltige Beschaffung Soziales und Arbeit
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Einkaufspolitik, die neben Preis und Qualität soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt und die Auswirkungen der Einkäufe auf die Lieferanten einbezieht. Die Norm ISO 20400 enthält die Leitlinien dazu.
- Nachhaltige Digitalisierung (Green IT) Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Ansatz zur Verringerung des ökologischen und sozialen Fußabdrucks der Digitaltechnik, der überwiegend auf die Geräteherstellung zurückgeht: längere Nutzungsdauer, Wiederverwendung, sparsame Nutzung und Ökodesign digitaler Dienste. In Frankreich bilden das REEN-Gesetz vom 15. November 2021 und der Leitfaden RGESN den Rahmen.
Siehe auch: RGESN (französischer Ökodesign-Standard für digitale Dienste)
- Nachhaltige Mobilität Klima und Energie
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Gestaltung von Mobilität mit geringeren ökologischen und sozialen Auswirkungen: weniger Wege, Verlagerung auf Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Verkehr und Fahrgemeinschaften, Elektrifizierung der Fahrzeuge. Für ein Unternehmen betrifft sie Arbeitswege, Dienstreisen und Logistik. In Frankreich setzt das Mobilitätsgesetz (LOM) von 2019 den Rahmen.
Siehe auch: Pauschale für nachhaltige Mobilität (FMD)
- Naturbasierte Lösungen Biodiversität
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Maßnahmen, die Ökosysteme schützen, wiederherstellen oder nachhaltig bewirtschaften (Hecken, Feuchtgebiete, Auwälder, lebendige Böden), um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und zugleich der Biodiversität zu nutzen.
- Naturkapital Biodiversität
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Bestand an erneuerbaren und nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen (Pflanzen, Tiere, Luft, Wasser, Böden, Mineralien), der einen Fluss von Gütern und Leistungen für den Menschen hervorbringt. Das Natural Capital Protocol (2016) bietet Organisationen einen Rahmen, um ihre Auswirkungen auf dieses Kapital und ihre Abhängigkeiten davon zu identifizieren, zu messen und zu bewerten.
Siehe auch: Ökosystemleistungen
- Netto-Null Klima und Energie
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Zustand, in dem anthropogene Treibhausgasemissionen über einen bestimmten Zeitraum durch anthropogene Entnahmen ausgeglichen werden. Für Unternehmen versteht der Corporate Net-Zero Standard der SBTi darunter eine tiefgreifende, 1,5-°C-kompatible Minderung über alle Scopes und anschließend die Neutralisierung nur der Restemissionen durch dauerhafte Entnahmen. Gutschriften ersetzen keine Minderungen.
Siehe auch: Klimaneutralität (CO₂-Neutralität)
- Netto-Null-Flächenverbrauch (ZAN) Regulierung
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Durch das französische Klima- und Resilienzgesetz vom 22. August 2021 festgelegtes Ziel: Bis 2050 sollen neu versiegelte oder bebaute Flächen durch renaturierte Flächen ausgeglichen werden. Der Pfad sieht Zehnjahresschritte vor; der erste (2021–2031) soll die Inanspruchnahme natürlicher, landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Flächen gegenüber 2011–2021 halbieren. Die Umsetzungsregeln wurden mehrfach gesetzlich angepasst.
Siehe auch: Flächensparen
O
- Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) Methoden und Begriffe
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Methode, die die Umweltwirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung von der Rohstoffgewinnung bis zum Lebensende anhand mehrerer Indikatoren (Klima, Wasser, Ressourcen …) misst. Sie ist in den Normen ISO 14040 und 14044 geregelt.
- Ökodesign Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Berücksichtigung der Umweltwirkungen bereits bei der Gestaltung eines Produkts oder einer Dienstleistung über den gesamten Lebenszyklus, meist gestützt auf eine Ökobilanz. In der EU ermöglicht die Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR) Anforderungen an Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Rezyklatanteil und Effizienz sowie einen digitalen Produktpass.
Siehe auch: Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA)
- Ökologische Vernetzung (grünes und blaues Netz) Biodiversität
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Netz aus Biodiversitätskernflächen und ökologischen Korridoren an Land (grünes Netz) und im Wasser (blaues Netz), das Arten Wanderung, Fortpflanzung und Anpassung ermöglicht. In Frankreich durch die Grenelle-Gesetze (2009–2010) eingeführt, wird die „trame verte et bleue“ in regionalen Planungen und Bauleitplänen umgesetzt.
Siehe auch: Feldhecke
- Ökosystemleistungen Biodiversität
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Nutzen, den der Mensch aus dem Funktionieren von Ökosystemen zieht, vom Millennium Ecosystem Assessment (2005) eingeteilt in Versorgungsleistungen (Nahrung, Wasser, Holz), Regulierungsleistungen (Klima, Hochwasser, Bestäubung), kulturelle und unterstützende Leistungen. Der IPBES spricht inzwischen von „Beiträgen der Natur für den Menschen“; in Frankreich bewertet sie das Programm EFESE.
Siehe auch: Naturkapital
- Omnibus-Paket (EU-Vereinfachung) Regulierung
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Reihe legislativer Vereinfachungspakete, die die Europäische Kommission seit Februar 2025 vorlegt. Das Omnibus I verschob zunächst CSRD-Fristen um zwei Jahre („Stop-the-clock“-Richtlinie (EU) 2025/794); anschließend beschränkte die Richtlinie (EU) 2026/470 die CSRD auf Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten und 450 Mio. € Umsatz und verkleinerte den Anwendungsbereich der CSDDD.
Siehe auch: CSRD (Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung)
P
- Pauschale für nachhaltige Mobilität (FMD) Regulierung
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Freiwillige Übernahme der Kosten für Arbeitswege der Beschäftigten per Fahrrad, Fahrgemeinschaft, geteilten Kleinstfahrzeugen oder öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb von Abonnements durch den Arbeitgeber. Durch das französische Mobilitätsgesetz (LOM) von 2019 eingeführt, ist sie bis zu einer gesetzlich festgelegten Jahresobergrenze sozialabgaben- und einkommensteuerfrei.
Siehe auch: Nachhaltige Mobilität
- Permakultur Methoden und Begriffe
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An der Funktionsweise von Ökosystemen orientierte Methode zur Gestaltung nachhaltiger menschlicher Systeme (Gärten, Höfe, Wohnformen, Organisationen), in den 1970er-Jahren in Australien von Bill Mollison und David Holmgren entwickelt. Sie beruht auf drei ethischen Grundsätzen – Sorge für die Erde, Sorge für die Menschen, gerechtes Teilen – und auf einer Reihe von Gestaltungsprinzipien.
Siehe auch: Agrarökologie
- Physische Risiken Nachhaltige Finanzen
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Risiken aus den physischen Auswirkungen des Klimawandels auf Vermögenswerte, Betriebsabläufe und Lieferketten. Die TCFD unterscheidet akute Risiken durch Extremereignisse (Hitzewellen, Hochwasser, Stürme) und chronische Risiken durch schleichende Veränderungen (steigende Temperaturen, wiederkehrende Dürren, Meeresspiegelanstieg). Sie werden durch Anpassung adressiert.
Siehe auch: Anpassung an den Klimawandel
- Planetare Grenzen Methoden und Begriffe
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Neun Prozesse (Klima, Biodiversität, Stickstoff- und Phosphorkreislauf, Süßwasser, Landnutzung, Ozeanversauerung …), deren Überschreitung die Stabilität des Erdsystems gefährdet. Laut der Bewertung von 2025 sind sieben von neun überschritten.
- Plastikverschmutzung Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Anreicherung von Kunststoffen und Mikroplastik in Böden, Süßgewässern, Ozeanen, Luft und Lebewesen über den gesamten Lebenszyklus von Kunststoffen, von der Herstellung bis zum Lebensende. Ein rechtsverbindliches internationales Abkommen wird seit 2022 unter der Ägide des UNEP verhandelt; in der EU gilt seit August 2026 die Verpackungsverordnung (EU) 2025/40.
Siehe auch: AGEC-Gesetz (gegen Verschwendung und für die Kreislaufwirtschaft)
R
- Recycling Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen für den ursprünglichen oder einen anderen Zweck aufbereitet werden (Richtlinie 2008/98/EG). Energetische Verwertung und Verfüllung sind ausgeschlossen. In der Abfallhierarchie steht Recycling nach Vermeidung und Wiederverwendung, da es Energie verbraucht und die Materialqualität oft mindert.
Siehe auch: Abfallhierarchie
- Regenerative Landwirtschaft Biodiversität
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Gesamtheit landwirtschaftlicher Praktiken, die Bodengesundheit, Biodiversität und Wasserkreislauf wiederherstellen sollen, statt deren Verschlechterung nur zu begrenzen: ständige Bodenbedeckung, reduzierte Bodenbearbeitung, vielfältige Fruchtfolgen, Integration der Tierhaltung. Der Begriff ist weder gesetzlich definiert noch einheitlich normiert; entsprechende Aussagen sollten auf gemessenen Ergebnissen beruhen.
Siehe auch: Lebendiger Boden
- Regeneratives Unternehmen Biodiversität
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Unternehmen, das sich nicht darauf beschränkt, seine Auswirkungen zu verringern, sondern zur Wiederherstellung der Ökosysteme und des sozialen Gefüges beiträgt, von denen es abhängt. Die AFNOR Spec 2315 formuliert Grundsätze für eine regenerative Wirtschaft.
- Reparatur (Reparaturfonds und Reparaturbonus) Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Instandsetzung eines defekten Produkts, um seine Nutzungsdauer zu verlängern. Das französische AGEC-Gesetz schuf Reparaturfonds, finanziert von den Organisationen bestimmter Herstellerverantwortungssysteme, die bei zertifizierten Reparaturbetrieben einen direkt von der Rechnung abgezogenen „Reparaturbonus“ zahlen: seit Ende 2022 für Elektro- und Elektronikgeräte, seit Ende 2023 für Textilien und Schuhe. Die Richtlinie (EU) 2024/1799 stärkt das Recht auf Reparatur.
Siehe auch: Reparierbarkeitsindex (und Haltbarkeitsindex)
- Reparierbarkeitsindex (und Haltbarkeitsindex) Regulierung
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In Frankreich seit 2021 (AGEC-Gesetz) auf bestimmten Elektro- und Elektronikgeräten angezeigte Note von 0 bis 10, die auf Dokumentation, Zerlegbarkeit sowie Verfügbarkeit und Preis von Ersatzteilen beruht. Seit 2025 ersetzt sie bei Fernsehern und Waschmaschinen der Haltbarkeitsindex, der auch Zuverlässigkeit und Nachrüstbarkeit berücksichtigt; Smartphones und Tablets tragen die Reparierbarkeitsklasse des EU-Energielabels.
Siehe auch: Reparatur (Reparaturfonds und Reparaturbonus)
- RFAR-Label (verantwortungsvolle Lieferantenbeziehungen und Beschaffung) Labels und Normen
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Staatliches französisches Label des Unternehmensmediators (Médiateur des entreprises) und des Nationalen Einkaufsrats. Auf Grundlage der ISO 20400 zeichnet es öffentliche oder private Organisationen mit dauerhaften und ausgewogenen Lieferantenbeziehungen aus. Nach Bewertung durch eine zugelassene Stelle für drei Jahre vergeben und jährlich überprüft, würdigt es einen Ansatz, kein garantiertes Ergebnis.
Siehe auch: Nachhaltige Beschaffung
- RGESN (französischer Ökodesign-Standard für digitale Dienste) Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Allgemeiner französischer Referenzrahmen für das Ökodesign digitaler Dienste, erstellt von den Regulierungsbehörden Arcep und Arcom mit der ADEME (Fassung 2024). Greencelium hält ihn ein: leichte Seiten, keine Tracker oder Webfonts, wenig JavaScript.
- Richtlinie (EU) 2024/825 Regulierung
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Richtlinie zur „Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel“, anwendbar seit dem 27. September 2026. Sie verbietet unter anderem nicht belegte allgemeine Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel, die weder auf einem Zertifizierungssystem beruhen noch von staatlichen Stellen festgesetzt wurden, sowie auf Kompensation gestützte Neutralitätsaussagen.
S
- SBTi (Science Based Targets initiative) Klima und Energie
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Aus einer Partnerschaft von CDP, UN Global Compact, WRI und WWF hervorgegangene Organisation, die Standards festlegt und die Emissionsminderungsziele von Unternehmen anhand der Klimawissenschaft validiert (1,5-°C-Ausrichtung). Für KMU gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Version 2.0 des Corporate Net-Zero Standard wurde 2026 veröffentlicht.
Siehe auch: 1,5-°C-Pfad
- SBTN (Science Based Targets Network) Methoden und Begriffe
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Internationales Netzwerk von Organisationen, das Methoden entwickelt, mit denen Unternehmen und Städte wissenschaftsbasierte Ziele für die Natur festlegen können, ergänzend zu den Klimazielen der SBTi. Sein fünfstufiger Ansatz (bewerten, priorisieren, messen und festlegen, handeln, verfolgen) umfasst insbesondere Süßwasser und Land; die ersten Unternehmensziele wurden 2024 validiert.
Siehe auch: TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures)
- SCOP und SCIC (französische Genossenschaftsgesellschaften) Unternehmensführung
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Französische genossenschaftliche Handelsgesellschaften. In der SCOP (Arbeitnehmergenossenschaft) halten die Beschäftigten-Gesellschafter mindestens 51 % des Kapitals und 65 % der Stimmrechte nach dem Grundsatz „eine Person, eine Stimme“. Die SCIC (Genossenschaft von kollektivem Interesse) vereint mindestens drei Gesellschafterkategorien, darunter Beschäftigte oder Erzeuger und Begünstigte, um ein Projekt von kollektivem Interesse.
Siehe auch: Sozial- und Solidarwirtschaft
- Scope 1, 2 und 3 Klima und Energie
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Kategorien des GHG Protocol: direkte Emissionen (Scope 1), Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) und alle übrigen Emissionen der Wertschöpfungskette, vor- und nachgelagert (Scope 3), die oft den größten Anteil ausmachen.
- SFDR (Offenlegungsverordnung) Nachhaltige Finanzen
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Verordnung (EU) 2019/2088, seit März 2021 anwendbar, die Finanzmarktteilnehmer zur Offenlegung der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken und wichtigsten nachteiligen Auswirkungen verpflichtet und Produkte mit ökologischen oder sozialen Merkmalen (Artikel 8) von solchen mit nachhaltigem Investitionsziel (Artikel 9) unterscheidet. Eine im November 2025 vorgeschlagene Überarbeitung mit neuen Produktkategorien wird derzeit verhandelt.
Siehe auch: EU-Taxonomie
- Sorgfaltspflicht (französisches Gesetz von 2017) Regulierung
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Französisches Gesetz vom 27. März 2017, das Gesellschaften mit mindestens 5.000 Beschäftigten in Frankreich oder 10.000 weltweit einschließlich Tochtergesellschaften verpflichtet, einen Sorgfaltsplan zu erstellen, zu veröffentlichen und umzusetzen. Er erfasst schwere Beeinträchtigungen von Menschenrechten, Gesundheit und Sicherheit sowie Umwelt durch eigene Tätigkeiten, Tochtergesellschaften, Subunternehmer und Lieferanten.
Siehe auch: CSDDD (Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit)
- Sorgfaltsprüfung (Due Diligence) Unternehmensführung
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Fortlaufender Prozess, mit dem ein Unternehmen tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen seiner Tätigkeit und Geschäftsbeziehungen auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft ermittelt, verhindert, mindert und darüber Rechenschaft ablegt. Der OECD-Leitfaden (2018) beschreibt ihn in sechs Schritten, von der Verankerung in Grundsätzen bis zur Wiedergutmachung. Er bildet die Grundlage des französischen Sorgfaltspflichtgesetzes und der CSDDD.
Siehe auch: CSDDD (Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit)
- Sozial- und Solidarwirtschaft Soziales und Arbeit
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In Frankreich durch das Gesetz vom 31. Juli 2014 definierte Form des Wirtschaftens, die Vereine, Genossenschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, Stiftungen und Handelsgesellschaften umfasst, die ihre Grundsätze erfüllen: ein anderes Ziel als die bloße Gewinnverteilung, demokratische Governance, überwiegende Reinvestition der Gewinne und unteilbare Pflichtrücklagen.
Siehe auch: ESUS-Anerkennung (solidarisches Unternehmen von sozialem Nutzen)
- Sozial- und Wirtschaftsausschuss (CSE) Soziales und Arbeit
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In französischen Unternehmen mit mindestens 11 Beschäftigten über 12 aufeinanderfolgende Monate vorgeschriebene Arbeitnehmervertretung, 2017 aus der Zusammenlegung von Personalvertretern, Betriebsrat und Arbeitsschutzausschuss entstanden. Ab 50 Beschäftigten wird sie zu strategischer Ausrichtung, wirtschaftlicher Lage und Sozialpolitik angehört, einschließlich deren Umweltfolgen.
Siehe auch: Sozialer Dialog
- Stakeholder (Anspruchsgruppen) Unternehmensführung
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Personen oder Gruppen mit einem Interesse an den Entscheidungen oder Tätigkeiten einer Organisation (ISO 26000): Beschäftigte, Kunden, Lieferanten, Aktionäre, Geldgeber, Gebietskörperschaften, Anwohner und Vereine. Die ESRS unterscheiden betroffene Interessenträger, wobei die Natur als stiller Interessenträger gelten kann, von Nutzern der Nachhaltigkeitsinformationen. Der Dialog mit ihnen bildet die Grundlage der Wesentlichkeitsanalyse.
Siehe auch: Doppelte Wesentlichkeit
- Suffizienz Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Gesamtheit von Maßnahmen und Alltagspraktiken, die Nachfrage nach Energie, Materialien, Fläche und Wasser vermeiden und zugleich das Wohlergehen aller innerhalb der planetaren Grenzen sichern (Definition des IPCC, 2022). Anders als Effizienz, die den Verbrauch je Leistungseinheit senkt, hinterfragt sie Umfang und Art der Bedürfnisse selbst.
Siehe auch: Low-Tech
T
- TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) Berichterstattung
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2015 vom Finanzstabilitätsrat eingerichtete Arbeitsgruppe, deren Empfehlungen von 2017 die Klimaberichterstattung in vier Säulen gliedern: Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Kennzahlen und Ziele. Im Oktober 2023 aufgelöst, wurde sie in den ISSB-Standard IFRS S2 überführt; das Monitoring liegt nun bei der IFRS Foundation.
Siehe auch: Physische Risiken
- Territoriale Verankerung Soziales und Arbeit
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Grad der Einbindung eines Unternehmens in seine Region: lokale Arbeitsplätze, Einkauf bei nahegelegenen Lieferanten, Zusammenarbeit mit Gebietskörperschaften, Vereinen und benachbarten Unternehmen sowie Beitrag zu lokalen Ressourcen und Kompetenzen. Als Hebel wirtschaftlicher Resilienz ist sie ein häufiger Schwerpunkt der CSR-Ansätze kleiner und mittlerer Unternehmen.
Siehe auch: Stakeholder (Anspruchsgruppen)
- TNFD (Taskforce on Nature-related Financial Disclosures) Berichterstattung
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Internationale Initiative, 2021 gestartet, die im September 2023 Empfehlungen zur Berichterstattung über naturbezogene Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen veröffentlichte, gegliedert in vier Säulen (Governance, Strategie, Risiko- und Auswirkungsmanagement, Kennzahlen und Ziele) und ergänzt durch den Bewertungsansatz LEAP. Im November 2025 begann das ISSB, auf dieser Grundlage einen naturbezogenen Standard zu entwickeln.
Siehe auch: SBTN (Science Based Targets Network)
- Transitionsrisiken Nachhaltige Finanzen
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Finanzielle Risiken aus dem Übergang zu einer CO₂-armen Wirtschaft. Die TCFD-Typologie, übernommen von IFRS S2 und ESRS E1, unterscheidet politische und rechtliche Risiken (CO₂-Preis, Regulierung, Klagen), technologische Risiken, Marktrisiken (Nachfragewandel, Inputkosten) und Reputationsrisiken. Sie können insbesondere zur Wertminderung von Vermögenswerten führen, die mit der Transition unvereinbar werden.
Siehe auch: Physische Risiken
- Treibhausgas (THG) Klima und Energie
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Gas in der Atmosphäre, das Infrarotstrahlung absorbiert und wieder abgibt und so zur Erwärmung der Erdoberfläche beiträgt. Gesetzliche Inventare und das GHG Protocol erfassen die sieben Kyoto-Gase: Kohlendioxid (CO₂), Methan (CH₄), Distickstoffoxid (N₂O), Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFKW), Schwefelhexafluorid (SF₆) und Stickstofftrifluorid (NF₃).
Siehe auch: CO₂-Äquivalent (CO₂e)
- Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) Klima und Energie
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Bestandsaufnahme der Treibhausgasemissionen einer Organisation über ein Jahr, ausgedrückt in Tonnen CO₂-Äquivalent. Die Base Empreinte der französischen Umweltagentur ADEME liefert die französischen Emissionsfaktoren.
U
- Übereinkommen von Paris Klima und Energie
-
Völkerrechtlicher Vertrag, im Dezember 2015 auf der COP21 im Rahmen der UNFCCC beschlossen und seit November 2016 in Kraft. Ziel ist, die Erwärmung deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellem Niveau zu halten und Anstrengungen zur Begrenzung auf 1,5 °C zu unternehmen. Jede Vertragspartei legt alle fünf Jahre einen national festgelegten Beitrag (NDC) vor.
Siehe auch: 1,5-°C-Pfad
- Umweltaussage Regulierung
-
Freiwillige Aussage oder Darstellung, die behauptet oder nahelegt, dass ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen eine positive, keine oder eine geringere Umweltwirkung hat. Die seit dem 27. September 2026 anwendbare Richtlinie (EU) 2024/825 verbietet insbesondere unbelegte allgemeine Umweltaussagen sowie auf CO2-Kompensation gestützte Neutralitätsaussagen zu Produkten.
Siehe auch: Richtlinie (EU) 2024/825
- Unternehmen mit Mission (société à mission) Unternehmensführung
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Status, den französische Gesellschaften seit dem PACTE-Gesetz von 2019 annehmen können, indem sie einen Unternehmenszweck (raison d’être) sowie soziale und ökologische Ziele in ihre Satzung aufnehmen. Ein Missionsausschuss mit mindestens einem Beschäftigten überwacht sie (unter 50 Beschäftigten genügt ein Missionsbeauftragter), und eine unabhängige Drittstelle prüft die Umsetzung mindestens alle zwei Jahre.
Siehe auch: Unternehmenszweck („raison d’être“) und „société à mission“
- Unternehmensmäzenatentum (Frankreich) Nachhaltige Finanzen
-
Unterstützung einer gemeinnützigen Einrichtung ohne gleichwertige Gegenleistung. In Frankreich berechtigt sie in der Regel zu einer Steuerermäßigung von 60 % der Spende (Artikel 238 bis des Code général des impôts), begrenzt auf 20 000 € oder 0,5 % des Umsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.
- Unternehmenszweck („raison d’être“) und „société à mission“ Unternehmensführung
-
Seit dem französischen PACTE-Gesetz (2019) kann ein Unternehmen einen Unternehmenszweck in seine Satzung aufnehmen und mit zusätzlichen sozialen und ökologischen Zielen zur „société à mission“ werden. Diese begleitet ein Missionsausschuss (unter 50 Beschäftigten ein Missionsbeauftragter), eine unabhängige Drittstelle prüft sie.
V
- VSME (freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard für KMU) Berichterstattung
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Freiwilliger Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von KMU, veröffentlicht von der EFRAG und im Juli 2025 von der Europäischen Kommission empfohlen. Seit 2026 der freiwillige Standard der CSRD, begrenzt er ab dem Geschäftsjahr 2027 die Daten, die CSRD-pflichtige Unternehmen von Partnern mit weniger als 1 000 Beschäftigten verlangen dürfen.
W
- Wasser-Fußabdruck Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
-
Indikator für die direkt und indirekt genutzte Süßwassermenge einer Organisation oder zur Herstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung, unterschieden nach grünem Wasser (im Boden gespeichertes Regenwasser), blauem Wasser (aus Grund- und Oberflächenwasser entnommen) und grauem Wasser (zur Verdünnung von Schadstoffen nötig). ISO 14046:2014 beschreibt eine wirkungsbezogene Bewertung auf Basis der Ökobilanz.
Siehe auch: Wasserstress
- Wasserkreislauf Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
-
Kontinuierlicher Kreislauf des Wassers zwischen Ozeanen, Atmosphäre, Böden, Grundwasser und Fließgewässern (Verdunstung, Kondensation, Niederschlag, Versickerung, Abfluss), der „große Kreislauf“. Der „kleine Kreislauf“ bezeichnet den vom Menschen gesteuerten Weg: Entnahme, Trinkwasseraufbereitung, Verteilung sowie Sammlung und Reinigung des Abwassers vor der Einleitung.
Siehe auch: Wasserstress
- Wasserstress Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Situation, in der die Wassernachfrage das verfügbare Dargebot übersteigt oder sich ihm nähert. Auf Gebietsebene wird er als Anteil der von allen Wirtschaftstätigkeiten entnommenen erneuerbaren Süßwasserressourcen gemessen (SDG-Indikator 6.4.2); bei Pflanzen bezeichnet er einen wachstumshemmenden Wassermangel. Der Klimawandel erhöht seine Häufigkeit und Intensität.
Siehe auch: Wasser-Fußabdruck
- Wertbeteiligung der Beschäftigten (Gewinnbeteiligung) Soziales und Arbeit
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Instrumente, die Beschäftigte am Unternehmensergebnis beteiligen: gesetzliche Gewinnbeteiligung (ab 50 Beschäftigten Pflicht), Erfolgsbeteiligung, Wertbeteiligungsprämie und Arbeitgeberzuschuss zu Mitarbeitersparplänen. Seit dem 1. Januar 2025 verpflichtet das französische Gesetz vom 29. November 2023 versuchsweise Gesellschaften mit 11 bis 49 Beschäftigten, deren Nettogewinn drei Jahre in Folge mindestens 1 % des Umsatzes beträgt, eines davon einzuführen.
- Wertschöpfungskette Berichterstattung
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Gesamtheit der Tätigkeiten, Ressourcen und Beziehungen, die mit dem Geschäftsmodell eines Unternehmens verbunden sind, vorgelagert (Lieferanten, Rohstoffe) und nachgelagert (Vertrieb, Nutzung, Lebensende), zusätzlich zum eigenen Betrieb. Nach der CSRD werden Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang der gesamten Kette bewertet; seit dem Omnibus I sind Informationsanfragen an Partner mit weniger als 1.000 Beschäftigten grundsätzlich auf den freiwilligen Standard begrenzt.
Siehe auch: IRO (Auswirkungen, Risiken und Chancen)
- Wiederverwendung Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Nach französischem Recht (Art. L541-1-1 Umweltgesetzbuch) jedes Verfahren, bei dem Stoffe, Materialien oder Erzeugnisse, die keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet werden, für den sie konzipiert wurden: Schenkung, Second-Hand-Verkauf, Mehrwegverpackungen mit Pfand. Sie verlängert die Nutzungsdauer, ohne dass das Produkt zu Abfall wird.
Siehe auch: Wiederverwendung von Abfällen
- Wiederverwendung von Abfällen Ressourcen und Kreislaufwirtschaft
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Nach französischem Recht (Art. L541-1-1 Umweltgesetzbuch) jedes Verfahren, bei dem zu Abfall gewordene Stoffe, Materialien oder Erzeugnisse nach einer Vorbereitung zur Wiederverwendung (Prüfung, Reinigung, Reparatur) erneut genutzt werden. Das französische Recht unterscheidet sie vom „réemploi“, der Produkte betrifft, die nie Abfall geworden sind.
Siehe auch: Wiederverwendung
- Wirkungsorientiertes Investieren (Impact Investing) Nachhaltige Finanzen
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Investition mit der Absicht, neben einer finanziellen Rendite, die je nach Strategie unter oder auf Marktniveau liegen kann, eine positive und messbare soziale oder ökologische Wirkung zu erzielen. Sie unterscheidet sich von der ESG-Integration durch Intentionalität, das Streben nach Additionalität und die Messung der erzielten Ergebnisse.
Siehe auch: ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung)
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- Zahlungen für Umweltleistungen (PES) Nachhaltige Finanzen
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Freiwillige, vertraglich vereinbarte Vergütung für Landbewirtschafter, häufig Landwirte, als Gegenleistung für Praktiken, die Ökosystemleistungen erhalten oder wiederherstellen: Wasserqualität, Biodiversität, Kohlenstoffspeicherung, Landschaft. In Frankreich finanzieren die Wasseragenturen seit 2019 im Rahmen des nationalen Biodiversitätsplans ein öffentliches PES-Programm.
Siehe auch: Ökosystemleistungen
- Zahlungsfristen Regulierung
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In Frankreich beträgt die Zahlungsfrist zwischen Unternehmen standardmäßig 30 Tage nach Erhalt der Ware oder Erbringung der Leistung; eine vereinbarte Frist darf 60 Tage ab Rechnungsdatum oder 45 Tage zum Monatsende nicht überschreiten (Artikel L441-10 Code de commerce). Verzug löst Verzugszinsen und eine Pauschale von 40 € aus und kann mit Verwaltungsbußgeldern geahndet werden.
Siehe auch: Nachhaltige Beschaffung
- Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) Methoden und Begriffe
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Siebzehn Ziele mit 169 Unterzielen, 2015 von der UN-Generalversammlung im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Sie umfassen unter anderem Armut, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, menschenwürdige Arbeit, Klima, Biodiversität und Institutionen und dienen Staaten, Unternehmen und Organisationen als gemeinsamer Bezugsrahmen.
Siehe auch: Globaler Pakt der Vereinten Nationen (UN Global Compact)
- Zusätzlichkeit Nachhaltige Finanzen
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Kriterium, wonach die Emissionsminderungen oder -entnahmen eines Projekts ohne die Einnahmen aus dem Verkauf von CO₂-Gutschriften nicht stattgefunden hätten. Es gehört zu den Core Carbon Principles des ICVCM und ist eine Anforderung des französischen Label Bas-Carbone; ein nicht zusätzliches Projekt bringt keinen zusätzlichen Klimanutzen.
Siehe auch: CO₂-Gutschrift (Carbon Credit)
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